Ein Hüpfburgverleih lässt sich mit überschaubarem Startkapital aufbauen und kann sich schnell rechnen. Als Faustregel verlangen Verleiher pro Miettag rund zehn Prozent des Neupreises von Hüpfburg und Zubehör, Lieferung sowie Auf- und Abbau werden zusätzlich berechnet. Bei mindestens 15 bis 20 Vermietungen im Jahr ist der Kaufpreis einer Burg in der Regel schon in der ersten Saison wieder eingespielt. Zu einer ehrlichen Rechnung gehören allerdings auch Fahrzeug- und Versicherungskosten sowie der eigene Zeitaufwand.
So beginnen die meisten Verleiher
Viele steigen mit einer einzigen Hüpfburg ein, häufig nachdem sie jahrelang selbst gemietet haben und im Bekanntenkreis immer wieder gefragt werden, ob sie ihre Burg nicht ausleihen könnten. Mit den ersten Mieteinnahmen kommt die nächste Burg hinzu, und so wächst der Bestand Schritt für Schritt aus eigener Kraft, ohne dass ein Kredit nötig ist. Wer gleich mit einem größeren Budget startet, beginnt alternativ mit drei bis fünf Burgen und kann damit von Anfang an verschiedene Anlässe abdecken.
Welche Mietpreise realistisch sind
Der Mietpreis ab Lager, also bei Selbstabholung durch den Kunden, liegt nach der gängigen Faustregel bei rund zehn Prozent des Neupreises von Burg und Zubehör pro Tag.
| Hüpfburg | Mietpreis pro Tag ab Lager |
|---|---|
| günstigere Modelle | um 150 € |
| größere Burgen | 200 bis 300 € |
| Actionparks und Hindernisparcours | 400 bis 500 € |
Lieferung, Auf- und Abbau werden zusätzlich berechnet, meist als Pauschale zuzüglich einer Kilometerpauschale. Die Preise dafür unterscheiden sich regional stark.
Auslastung im Jahresverlauf
Hüpfburgen werden überwiegend am Wochenende gebucht, unter der Woche eher selten. In den Sommermonaten gibt es Wochenenden mit besonders hoher Nachfrage, wenn Firmenfeiern, Kindergeburtstage, Vereins- und Stadtfeste zusammenfallen. Im Durchschnitt sind mindestens 15 bis 20 Vermietungen pro Burg und Jahr realistisch.
Rechenbeispiel für eine Einsteiger-Burg
| Hüpfburg inklusive Starterset | ca. 1.600 € |
|---|---|
| Mietpreis ab Lager (rund 10 %) | ca. 160 € |
| Vermietungen pro Jahr | 15 bis 20 |
| Mietumsatz im ersten Jahr | ca. 2.400 bis 3.200 € |
| Wiederverkaufswert nach zwei bis drei Jahren | ca. 800 € |
Damit ist der Kaufpreis bereits im ersten Jahr wieder eingespielt, und jeder Termin mit Lieferservice bringt zusätzliche Einnahmen. Selbst wenn der Verleih irgendwann aufgegeben wird, behält die Burg einen ordentlichen Restwert, da gebrauchte Hüpfburgen sehr gefragt sind.
Laufende Kosten und Zeitaufwand
Den Einnahmen stehen einige feste und variable Kosten gegenüber. Dazu gehört eine Betriebshaftpflichtversicherung, für die du grob mit 250 bis 400 Euro im Jahr rechnen kannst (ausführlich in Welche Versicherung braucht ein Hüpfburgverleih?). Hinzu kommen Fahrzeug und Kraftstoff, je nach Burggröße ein Kombi oder ein Anhänger, sowie gelegentliche Pflege und kleinere Reparaturen. Die Werbekosten fallen heute meist gering aus, da sich viele Kunden über Social Media und Kleinanzeigenportale gewinnen lassen.
Häufig unterschätzt wird der Zeitaufwand. Zu jedem Termin gehören Vorbereitung, Verladen, Anlieferung, Aufbau und Abbau, bei Selbstabholern die Übergabe, und anschließend die Kontrolle der Burg und gegebenenfalls das Trocknen. Diese Zeit sollte bei der Preisgestaltung unbedingt einkalkuliert werden.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Bitte nicht zu günstig anbieten. Wenn sich alle unterbieten, verdient am Ende keiner mehr was. Nachfrage ist für alle genug da.“
Eine Sorge hören wir von Gründern besonders oft: Drei Orte weiter gibt es doch schon einen Hüpfburgverleih, ist da überhaupt noch Platz? Unsere Erfahrung ist eindeutig. Im Sommer fallen Firmenfeste, Kindergeburtstage, Familien- und Stadtfeste auf dieselben Wochenenden, und selbst Verleiher mit über 50 Hüpfburgen sind an manchen Tagen ausgebucht. Wir raten deshalb, Preise so zu kalkulieren, dass Kraftstoff und Arbeitszeit ehrlich abgedeckt sind. 50 Euro für Auf- und Abbau sind eindeutig zu wenig.
Warum gerade Hüpfburgen
Im Vergleich zu anderen Eventartikeln erzielen Hüpfburgen eine besonders hohe Mietrendite: Sie sind schnell aufgebaut, benötigen wenig Lagerplatz und werden bei fast jedem Fest mit Kindern nachgefragt. In unserem eigenen Veranstaltungsverleih erreicht kein anderes Modul eine vergleichbare Rendite. Als Ergänzung bewährt haben sich vor allem weitere aufblasbare Attraktionen wie Fußball-Dart, das auch von Erwachsenen, Firmen und Vereinen gern gebucht wird.
Der Einstieg in die Selbstständigkeit
Die Einstiegshürden sind gering. Benötigt werden ein trockener Lagerplatz, etwa eine Garage oder eine Scheune, ein Kombi oder ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung sowie eine Gewerbeanmeldung. Welche steuerliche Lösung in deiner Situation am sinnvollsten ist, klärst du am besten mit einem Steuerberater. Für die erste Burg empfiehlt sich ein neutrales Motiv, das für Mädchen und Jungen gleichermaßen funktioniert, etwa mit Tieren, Dschungel oder Unterwasserwelt. Besonders gefragt sind Kombinationen aus Hüpfburg und Rutsche.
Wenn du dich vor dem Start beraten lassen möchtest, erreichst du uns telefonisch unter 089 12 50 18 700 oder per E-Mail an info@huepfburg-guenstig-kaufen.de. Wir rufen gern zurück und nehmen uns in einem vereinbarten Termin Zeit für deine Fragen. Bereits aktive Verleiher nehmen wir auf Wunsch auch in unser Verleiher-Netzwerk auf.
Kurz gefragt
Wie viel lässt sich mit einer Hüpfburg im Jahr verdienen?
Mit einer Burg im Wert von rund 1.600 Euro und 15 bis 20 Vermietungen sind etwa 2.400 bis 3.200 Euro Mietumsatz im Jahr realistisch, zuzüglich eventueller Liefergebühren. Davon gehen Versicherung, Fahrzeugkosten und der eigene Zeitaufwand ab.
Kann man einen Hüpfburgverleih nebenberuflich betreiben?
Ja. Da die meisten Vermietungen am Wochenende stattfinden, starten viele Verleiher neben ihrem Hauptberuf.
Gibt es nicht schon zu viele Verleiher?
Nach unserer Erfahrung nicht. In der Hauptsaison übersteigt die Nachfrage regelmäßig das Angebot, selbst große Verleiher sind an manchen Tagen ausgebucht.




















