Eine Hüpfburg lässt sich auch drinnen gut aufstellen, etwa in einer Halle, Turnhalle oder einem großen Raum. Dabei kommt es auf drei Dinge an: genug Platz nach oben, nämlich die Höhe der Burg plus mindestens einen halben bis einen Meter, Fallschutzmatten auf hartem Boden und eine Sicherung mit Wasser- oder Sandsäcken, weil Erdnägel im Hallenboden nicht halten. Der große Vorteil: Drinnen bist du unabhängig vom Wetter.
Warum sich eine Hüpfburg in der Halle lohnt
Draußen hängt jedes Fest vom Wetter ab, denn bei Regen und Wind muss der Betrieb eingestellt werden. Drinnen fällt dieses Risiko weg, weshalb die Halle gerade in den regnerischen und kalten Monaten ein idealer Standort ist, etwa für Kindergeburtstage im Winter, Vereinsfeiern oder Veranstaltungen in Turnhallen. Allerdings gelten drinnen einige eigene Regeln, die du vor dem Aufbau kennen solltest.
Genug Platz nach oben und zur Seite
Die wichtigste Frage in einem Raum ist die nach der Deckenhöhe. Als Faustregel nimmst du die Höhe der Burg und rechnest mindestens einen halben bis einen Meter hinzu. Eine Hüpfburg steht beim Hüpfen nicht still, sie bewegt sich und wackelt. Berührt sie dabei die Decke, eine Wand oder eine Lampe, scheuert die Plane, und mit der Zeit entstehen oben Löcher. Achte deshalb auch auf alles, was von der Decke hängt oder von der Wand absteht. Die Höhe deiner Burg findest du bei jedem Modell im Shop.
Auch zu den Seiten braucht die Burg drinnen denselben Sicherheitsbereich wie im Freien: mindestens 1,8 Meter zu Wänden und mindestens 3,5 Meter zu offenen Seiten. Wie viel Fläche dein Modell insgesamt benötigt, steht im Produkttext im gelben Kasten „benötigter Platzbedarf“. Hinter der Burg muss außerdem Platz für das Gebläse bleiben, und Ein- und Ausgang sollten frei zugänglich sein. Eine Unterlegplane gehört auch drinnen unter die Burg.
Fallschutzmatten auf hartem Boden
Hallenboden, Beton oder Fliesen sind hart, und wer aus der Burg fällt oder herausläuft, landet unsanft. Die Norm DIN EN 14960 schreibt deshalb vor, dass auf hartem Untergrund an jeder offenen Seite eine Aufprallfläche von mindestens 1,20 Metern Tiefe liegen muss, und zwar überall dort, wo Kinder herausfallen oder herauslaufen können, vor allem am Einstieg.
Im Shop gibt es dafür die Fallschutzmatte 120 × 120 × 5 cm für 79 Euro und die Fallschutzmatte 240 × 120 × 5 cm für 129 Euro. Beide sind 1,20 Meter tief und lassen sich nebeneinander so kombinieren, dass sie genau zur Breite deiner Burg passen. Im großen Starterset ist eine Fallschutzmatte bereits enthalten.
Befestigen ohne Erdnägel
Weil drinnen kein Wind weht, liegt der Gedanke nahe, auf eine Sicherung zu verzichten. Das ist jedoch ein Fehler. Sind viele Kinder auf einer Seite oder klettert jemand an den Wänden, kann eine ungesicherte Burg umkippen. Außerdem wandert sie beim Hüpfen nach und nach durch den Raum. Deshalb ist auch im Innenbereich ein Ballastsystem vorgesehen.
Da sich Erdnägel in einem Hallenboden nicht einschlagen lassen, wird die Burg an ihren Verankerungspunkten beschwert. Am besten eignen sich dafür Wassersäcke mit 40 Kilogramm (35 Euro je Sack), die du leer transportierst und erst vor Ort befüllst. Alternativ gibt es Sandsäcke für 25 Euro, die je nach Füllung etwa 25 bis 30 Kilogramm wiegen. Beide werden mit Gurten an den Ösen der Burg befestigt. Wie viel Ballast deine Burg benötigt, steht im Leitfaden; was beim Beschweren grundsätzlich gilt, erklären wir in Hüpfburg befestigen.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Ohne Sicherung wandert die Hüpfburg beim Hüpfen mehrere Meter durch den Raum.“
Drinnen gibt es zwar keinen Wind, aber die Kräfte beim Hüpfen sind dieselben wie draußen. Eine Burg, die nicht beschwert ist, rutscht mit der Zeit Stück für Stück weiter, bis sie an einer Wand oder einem Gegenstand ankommt. Deshalb sichern wir unsere Burgen auch in der Halle immer, am liebsten mit Wassersäcken, weil sie sich vor Ort befüllen lassen und leer kaum etwas wiegen. Ebenso wichtig ist der Blick nach oben, denn schleift die Burg an der Decke oder an einer Lampe, entstehen schnell Löcher.
Checkliste für den Aufbau in der Halle
- Deckenhöhe: Höhe der Burg plus mindestens 0,5 bis 1 Meter
- seitlicher Abstand: mindestens 1,8 Meter zu Wänden, 3,5 Meter zu offenen Seiten
- nichts, woran die Burg schleifen kann: Lampen, Geräte, Vorsprünge
- Unterlegplane unter der Burg
- Fallschutzmatten an allen offenen Seiten, mindestens 1,20 Meter tief
- Wasser- oder Sandsäcke an den Verankerungspunkten
- Platz für das Gebläse und ein eigener, abgesicherter Stromkreis
- ständige Aufsicht durch eine volljährige Person
Die übrigen Regeln für den Betrieb gelten drinnen genauso wie draußen, du findest sie in Hüpfburg-Sicherheitsregeln und in unseren Sicherheits- und Warnhinweisen (PDF).
Kurz gefragt
Wie hoch muss ein Raum für eine Hüpfburg sein?
Mindestens so hoch wie die Burg plus einen halben bis einen Meter. Die Höhe jeder Burg steht im Shop beim jeweiligen Modell.
Brauche ich drinnen Fallschutzmatten?
Auf hartem Boden wie Hallenboden, Beton oder Fliesen ja. Die Matten gehören an jede offene Seite und müssen mindestens 1,20 Meter tief sein.
Muss eine Hüpfburg drinnen befestigt werden?
Ja. Auch ohne Wind kann sie umkippen oder durch den Raum wandern. Statt Erdnägeln verwendest du Wasser- oder Sandsäcke an den Verankerungspunkten.




















