Am sichersten steht eine Hüpfburg auf einer Wiese, verankert mit Erdnägeln an allen dafür vorgesehenen Ösen. Die Nägel werden schräg im Winkel von 30 bis 45 Grad und auf ganzer Länge eingeschlagen, sodass höchstens 2,5 Zentimeter herausstehen. Wo keine Erdnägel halten, etwa auf Asphalt oder Beton, braucht die Burg laut DIN EN 14960 mindestens 160 Kilogramm Ballast pro Verankerungspunkt.
Warum die Befestigung so wichtig ist
Eine Hüpfburg bietet dem Wind eine große Angriffsfläche. Zudem bewegt sie sich beim Hüpfen, ihre Wände wackeln, und sind viele Kinder auf einer Seite, verlagert sich das Gewicht. Eine sorgfältige Verankerung verhindert, dass die Burg verrutscht, kippt oder von einer Böe erfasst wird. Sie ist deshalb einer der wichtigsten Schritte beim Aufbau.
Eines kann allerdings auch die beste Befestigung nicht leisten: Sie macht eine Hüpfburg nicht sturmfest. Ab Windstärke 5, also etwa 38 km/h, wird der Betrieb eingestellt, ganz gleich, wie gut die Burg verankert ist. Woran du das erkennst und was dann zu tun ist, liest du in Hüpfburg bei Wind.
Welche Befestigung zu welchem Untergrund passt
| Untergrund | Befestigung | Hinweis |
|---|---|---|
| Wiese, Rasen, Erdreich | Erdnägel an allen Verankerungspunkten | beste Variante |
| Asphalt, Beton, Pflaster im Freien | Wasser- oder Sandsäcke, mindestens 160 kg je Punkt | nur im Ausnahmefall, zusätzlich Fallschutzmatten |
| Halle, Innenraum | Wasser- oder Sandsäcke als Ballast | Menge laut Leitfaden, siehe drinnen aufstellen |
Erdnägel richtig setzen
Wie viele Verankerungspunkte deine Burg hat, ist je nach Größe und Bauart unterschiedlich und steht im Leitfaden, den du mit deiner Burg erhältst. Grundsätzlich gilt: Jede vorgesehene Öse wird auch genutzt.
Entscheidend ist der Winkel. Der Gurt von der Öse zum Nagel sollte in einem Winkel von 30 bis 45 Grad zum Boden verlaufen. Den Erdnagel selbst schlägst du schräg ein, und zwar entgegen der Zugrichtung, also mit dem Kopf von der Burg weg geneigt. So hält er dem Zug der Burg am besten stand. Schlage ihn außerdem auf ganzer Länge ein, damit er fest sitzt. Mehr als 2,5 Zentimeter darf ein Erdnagel nicht aus dem Boden ragen.
Unsere Erdnägel zur Hüpfburg-Befestigung bestehen aus massivem Stahl, sind etwa 38 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von rund 16 Millimetern, wie es die DIN EN 14960 vorsieht. Dank ihrer angerauten Oberfläche halten sie auch in steinigem Boden. Im Set kosten sie 39,99 Euro und sind in unseren Startersets bereits enthalten.
Auf hartem Boden: Ballast mit Wasser- oder Sandsäcken
Lassen sich keine Erdnägel einschlagen, weil der Boden zu hart ist oder die Burg auf Asphalt, Beton oder Pflaster steht, muss sie auf andere Weise genauso sicher befestigt werden. Laut DIN EN 14960 muss jeder Verankerungspunkt eine Zugkraft von 1.600 Newton aufnehmen können. Das entspricht mindestens 160 Kilogramm Ballast pro Punkt.
Am einfachsten erreichst du das mit 40-Kilogramm-Wassersäcken (35 Euro je Sack): Vier davon an einem Verankerungspunkt ergeben genau 160 Kilogramm. Die Säcke werden leer transportiert, vor Ort befüllt und über ihre Ösen mit Gurten an der Burg verzurrt. Sandsäcke (25 Euro) wiegen je nach Füllung etwa 25 bis 30 Kilogramm, sodass du pro Punkt entsprechend mehr brauchst.
Dabei kommt schnell eine große Menge zusammen. Hat eine Burg beispielsweise acht Verankerungspunkte, sind das 32 Wassersäcke und rund 1,3 Tonnen Ballast. Als Alternative eignen sich Halterungen, die bereits fest im Boden verankert sind, oder schwere Paletten oder andere schwere Gegenstände, die vor Ort vorhanden sind. Auch ein schweres Fahrzeug kann mit etwas Abstand neben die Burg gestellt und mit Gurten verbunden werden, muss dann aber gegen Wegrollen gesichert und während des Betriebs überwacht werden.
Auf hartem Untergrund kommt noch etwas hinzu: Wer aus der Burg fällt, landet auf Stein oder Asphalt. An allen offenen Seiten gehören deshalb Fallschutzmatten mit mindestens 1,20 Metern Tiefe vor die Burg.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Pro Verankerungspunkt braucht man auf hartem Boden mindestens 160 Kilo Ballast. Das ist eine ganz schöne Menge.“
Rechnet man das für eine ganze Burg zusammen, wird schnell klar, warum wir harte Untergründe nur im Ausnahmefall empfehlen. Über eine Tonne Ballast lässt sich kaum zu jedem Fest transportieren und aufbauen. Wann immer es möglich ist, stellen wir unsere Burgen deshalb auf eine Wiese und schlagen die Erdnägel im richtigen Winkel und auf ganzer Tiefe ein. Muss es doch einmal Asphalt sein, halten wir uns dort an alle Regeln: genügend Ballast an jedem Punkt und Fallschutzmatten vor jeder offenen Seite.
Typische Fehler bei der Befestigung
Die meisten Probleme entstehen, weil an der Befestigung gespart wird. Typisch ist, nur einen Teil der Ösen zu nutzen, die Erdnägel senkrecht oder nur halb einzuschlagen oder auf Pflaster einen einzelnen Sandsack pro Ecke anzubinden, der weit unter den geforderten 160 Kilogramm liegt. Ebenso riskant ist es, sich bei aufkommendem Wind auf die Verankerung zu verlassen, statt die Burg rechtzeitig zu räumen. Wer diese Fehler vermeidet und die Angaben im Leitfaden und in unseren Sicherheits- und Warnhinweisen (PDF) beachtet, hat seine Burg sicher im Griff.
Kurz gefragt
Wie viele Erdnägel braucht eine Hüpfburg?
Das hängt von Größe und Bauart der Burg ab. Die Zahl der Verankerungspunkte steht im Leitfaden zu deiner Burg, und an jedem Punkt wird ein Erdnagel gesetzt.
Reichen Sandsäcke, um eine Hüpfburg auf Pflaster zu sichern?
Nur, wenn an jedem Verankerungspunkt mindestens 160 Kilogramm zusammenkommen. Mit Wassersäcken zu 40 Kilogramm sind das vier Säcke pro Punkt.
Muss eine Hüpfburg auch in der Halle befestigt werden?
Ja. Auch ohne Wind kann sie umkippen oder beim Hüpfen durch den Raum wandern. Mehr dazu in Hüpfburg drinnen aufstellen.




















