Damit eine Hüpfburg den Winter unbeschadet übersteht, kommt es im Wesentlichen auf zwei Dinge an: Sie muss vollständig trocken eingelagert werden, und der Lagerplatz muss vor Mäusen geschützt sein. Kälte dagegen macht dem Material nichts aus. Am besten verbindest du das Einlagern mit einem gründlichen Winter-Check, sodass die Burg zum Saisonstart ohne weiteren Aufwand einsatzbereit ist.
Vollständig trocken einlagern
Schon geringe Restfeuchtigkeit genügt, damit sich während der Lagerung Schimmel bildet. Er zieht tief ins Gewebe ein, verursacht einen unangenehmen Geruch und lässt sich insbesondere bei hellen Planen kaum noch entfernen.
Tückisch ist vor allem die Feuchtigkeit im Inneren. Bei starkem Regen gelangt Wasser über die Nähte auch in die Burg hinein, sodass sie von außen trocken wirken kann, während es innen noch feucht ist. Deshalb empfiehlt es sich, die Burg vor dem Einlagern noch einmal mehrere Stunden laufen zu lassen, am besten an einem sonnigen Tag. Ist auf absehbare Zeit kein trockenes Wetter in Sicht, hilft der Huawei Heater Aufsatz (185 Euro). Er wird an das Huawei-Gebläse mit 1,5 oder 2 PS angeschlossen und erwärmt die einströmende Luft, sodass auch das Innere der Burg zuverlässig trocknet.
Vor Mäusen schützen
Die zweite Gefahr sind Nagetiere. In Garagen, Scheunen oder Gartenhäusern nisten sich Mäuse gern ein und beschädigen die Plane, was auch uns bereits passiert ist. Am besten lagerst du die Burg deshalb im Transportsack oder in einer Schutzhülle, stellst sie auf eine Palette oder in ein Regal statt direkt auf den Boden und kontrollierst den Lagerplatz während des Winters gelegentlich.
Der Transportsack schützt die Burg zugleich beim Transport, und das ist wichtiger, als viele denken: Ein großer Teil der Schäden entsteht nicht beim Hüpfen, sondern dadurch, dass eine Burg über den Boden geschleift oder beim Verladen eingeklemmt wird.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Beim Einlagern gibt es eigentlich nur eine Regel: trocken und mäusefrei. Alles andere kann die Hüpfburg gut ab.“
Bevor wir eine Burg für den Winter einpacken, unterziehen wir sie einem gründlichen Check, ähnlich wie ihn ein Sachverständiger durchführen würde. Sie wird aufgebaut, vollständig gereinigt, auf Risse und Schadstellen kontrolliert und anschließend so lange getrocknet, bis sie wirklich restlos trocken ist. Erst dann wird sie ordentlich zusammengelegt und im Transportsack eingelagert.
Der Winter-Check im Überblick
- Aufbauen an einem trockenen, möglichst sonnigen Tag.
- Gründlich reinigen, groben Schmutz vorher aussaugen (siehe Hüpfburg reinigen).
- Kontrollieren: Nähte, Plane, Reißverschlüsse und Verankerungspunkte auf Risse und Beschädigungen prüfen und kleinere Schäden gleich beheben (siehe Hüpfburg reparieren).
- Trocknen: die Burg mehrere Stunden laufen lassen, bei Bedarf mit Heater.
- Zusammenlegen und im Transportsack verpacken.
- Einlagern: trocken, auf einer Palette oder im Regal und geschützt vor Mäusen.
Welche Punkte bei deiner Burg im Einzelnen zu prüfen sind, steht im zugehörigen Leitfaden. Da eine jährliche Prüfung durch einen Sachverständigen in Deutschland bisher nicht vorgeschrieben ist, führen viele Verleiher diesen Check einmal im Jahr selbst durch.
Kurz gefragt
Schadet Kälte der Hüpfburg?
Nein. Solange sie trocken und vor Mäusen geschützt lagert, kann eine Hüpfburg auch in einer unbeheizten Garage oder Scheune überwintern.
Was tun, wenn die Burg nass ist und nicht sofort getrocknet werden kann?
Spätestens nach einer Woche sollte sie wieder aufgebaut und vollständig getrocknet werden, je früher, desto besser.
Wie viel Platz braucht man zum Lagern?
Erstaunlich wenig. Zusammengerollt passt eine Hüpfburg auf eine Europalette, sodass eine Garage oder wenige Quadratmeter in einer Scheune ausreichen.




















