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Hüpfburg abbauen und zusammenlegen

Um eine Hüpfburg abzubauen, schaltest du das Gebläse aus, lässt die Luft vollständig heraus, faltest die Burg zu einer schmalen Bahn und rollst sie anschließend wie eine Roulade zusammen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Burg dabei trocken ist. Der Abbau dauert etwas länger als der Aufbau, weil die Luft erst vollständig entweichen muss, doch mit ein wenig Übung bekommst du jede Burg wieder so klein, wie sie geliefert wurde.

Vor dem Abbau: Die Burg muss trocken sein

Eine Hüpfburg sollte nur zusammengelegt werden, wenn sie wirklich vollständig trocken ist, und zwar nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch an den Nähten und am Boden. Eine trockene Burg ist zudem deutlich leichter und lässt sich viel einfacher falten und tragen. Wird sie feucht eingerollt, bildet sich schon nach kurzer Zeit Schimmel. Musste die Burg doch einmal nass abgebaut werden, baust du sie spätestens nach einer Woche wieder auf und lässt sie vollständig trocknen, am besten bei Sonnenschein. Wie das am besten gelingt, steht in Hüpfburg trocknen.

Daraus ergeben sich zwei praktische Regeln. Ist Dauerregen angesagt, ist es meist besser, den Termin zu verschieben, denn bei Regen wird ohnehin kaum gehüpft und eine nasse Burg ist rutschig und für Kinder gefährlich. Außerdem baust du die Burg am besten noch am Abend ab, bevor der Tau kommt, denn auch im Sommer wird sie über Nacht feucht. Bleibt sie im Privatgarten liegen, kann zudem ein Mähroboter hineinfahren und die Plane zerschneiden.

Luft ablassen: mit oder ohne Deflator

Zuerst schaltest du das Gebläse aus und nimmst es vom Gebläseschlauch ab. Kinder müssen während des Luftablassens von der Burg ferngehalten werden.

Ohne Deflator öffnest du alle Reißverschlüsse und Öffnungen und lässt die Burg einige Minuten in sich zusammensacken. Hat sie einen zweiten Gebläseschlauch, öffnest du auch diesen, dann entweicht die Luft schneller. Anschließend läufst du mit kleinen Gänseschritten immer wieder über die Burg, bis sie flach am Boden liegt.

Mit Deflator geht es leichter. Der Deflator ist ein Aufsatz für das Huawei-Gebläse, der die Luft aus der Burg saugt. Ein häufiger Fehler ist, ihn in den Zuluftschlauch zu stecken. Richtig ist, ihn über den seitlichen Reißverschluss einzuschieben, alle übrigen Öffnungen zu schließen und den Reißverschluss um den Deflator herum so weit wie möglich zuzuziehen. Nach fünf bis zehn Minuten ist die Burg leer gesaugt. Der Doppel-Deflator (40 Euro) arbeitet dabei deutlich besser als der einfache Deflator (24,99 Euro), weil er tiefer in die Burg hineinreicht. In unseren Startersets ist ein Deflator bereits enthalten. Wer nur gelegentlich eine einzelne Burg abbaut, kommt auch ohne aus; wer mehrere Burgen nacheinander abbaut, spart damit viel Mühe. Mehr dazu in Welches Gebläse brauche ich?

Hüpfburg zusammenlegen wie eine Roulade

Eine verbindliche Faltanleitung gibt es nicht, und auch im Leitfaden zur Burg ist keine beschrieben. Bewährt hat sich in unserem Verleih folgende Reihenfolge:

  1. Seiten einklappen. Klappe die Burg von beiden Seiten zur Mitte hin ein und laufe danach erneut darüber, damit die restliche Luft entweicht.
  2. Noch einmal falten. Klappe die Burg ein weiteres Mal mittig zusammen und laufe wieder einige Male darüber, bis eine schmale Bahn von etwa einem Meter Breite vor dir liegt.
  3. Rollen. Rolle die Bahn von vorne, also von der Trittfläche aus, wie eine Roulade straff zusammen.
  4. Sichern und verpacken. Lege einen Gurt um die fertige Rolle und verpacke sie im Transportsack.

Auch mit Deflator solltest du nach jedem Faltvorgang erneut über die Burg laufen, damit sich die Plane setzt und keine Luftpolster bleiben. Wie dick oder hoch die Rolle am Ende wird, kannst du selbst bestimmen: Eine dickere Rolle ist niedriger, eine dünnere dafür höher. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht, entscheidend ist, was besser in dein Auto und dein Lager passt.

Aus unserem Verleih

Andreas

gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih

„Beim ersten Auspacken einfach fotografieren, wie die Burg gefaltet ist. So bekommt man sie am besten wieder zusammen.“

Wer zum ersten Mal vor einer aufgeblasenen Hüpfburg steht, fragt sich fast immer, wie sie jemals wieder so klein werden soll. Der Abbau ist tatsächlich der aufwendigere Teil, gelingt mit etwas Übung aber zuverlässig. Wenn wir mehrere Burgen nach dem Reinigen oder Trocknen auf dem Hof stehen haben und sie nacheinander abbauen, nutzen wir den Deflator. Ganz ersparen kann er einem das Drüberlaufen allerdings nicht.

Transport: vom Stellplatz ins Auto

Ein großer Teil aller Schäden an Hüpfburgen entsteht nicht beim Hüpfen, sondern auf dem Weg zum Fest und zurück. Deshalb lohnt es sich, beim Transport genauso sorgfältig zu sein wie beim Zusammenlegen.

Nicht schleifen. Wird die Rolle über Pflaster, Asphalt oder Kies gezogen, scheuert die Plane mit der Zeit durch. Kipp die Burg stattdessen auf eine Sackkarre und fahr sie zum Fahrzeug, oder trag sie zu zweit.

Im Transportsack. Jede unserer Burgen wird bereits in einem Transportsack geliefert, der sie unterwegs vor Schmutz und Abrieb schützt. Ersatz gibt es als Hüpfburg-Transportsack in den Größen XS bis L. Die Haltegriffe tragen allerdings nicht bei jeder Burg das volle Gewicht, deshalb hebst du schwere Burgen besser von unten an.

Beim Verladen anheben. Besonders häufig reißt eine Plane auf, wenn sie beim Ein- oder Ausladen an der Kante des Kofferraums, des Anhängers oder der Ladefläche hängen bleibt. Hebe die Burg deshalb an, statt sie über Kanten zu ziehen.

Das passende Fahrzeug. Gut zusammengelegte Burgen bis etwa 100 bis 120 Kilogramm passen in den Kofferraum eines Kombis. Größere Modelle wie Multiplays oder Hindernisparcours brauchen einen Anhänger. Am bequemsten ist ein Transporter oder Lkw mit Ladebordwand, auf dem die Burgen auf Paletten stehen. Das Gewicht jeder Burg steht im Shop beim jeweiligen Modell.

Wie du die Burg anschließend über den Winter lagerst, liest du in Hüpfburg über den Winter einlagern.

Kurz gefragt

Wie lange dauert der Abbau einer Hüpfburg?

Etwas länger als der Aufbau, weil die Luft vollständig heraus muss. Mit Deflator ist die Burg nach fünf bis zehn Minuten leer gesaugt, danach folgen Falten und Rollen.

Passt eine Hüpfburg in einen Kombi?

Burgen bis etwa 100 bis 120 Kilogramm passen gut zusammengelegt in einen Kombi. Für Multiplays und Hindernisparcours brauchst du einen Anhänger oder Transporter.

Darf ich eine feuchte Hüpfburg einpacken?

Nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Dann musst du sie spätestens nach einer Woche wieder aufbauen und vollständig trocknen, sonst bildet sich Schimmel.

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