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Hüpfburg trocknen: warum sie nie nass eingerollt werden darf

Eine nasse Hüpfburg trocknest du am einfachsten, indem du sie an einem sonnigen Tag wieder aufbaust und mehrere Stunden laufen lässt, denn dann trocknet sie von selbst vollständig ab. Wichtig ist, dass das zügig geschieht: Eine nass gewordene Burg sollte so schnell wie möglich, spätestens aber nach einer Woche wieder aufgebaut und getrocknet werden. Bleibt sie länger feucht eingerollt, beginnt sich Schimmel zu bilden.

Warum eine nasse Burg nicht eingerollt bleiben darf

Zusammengerollt kann die Feuchtigkeit in einer Hüpfburg nicht verdunsten. In den Falten, Nähten und Kammern entsteht so ein feuchtes, dunkles Klima, in dem sich Schimmel schnell ausbreitet. Er zieht tief ins Gewebe ein, riecht unangenehm und lässt sich oft nicht mehr vollständig entfernen. Im schlimmsten Fall ist die Burg dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzbar. Nasses Einlagern gehört deshalb neben Erwachsenen in der Burg zu den häufigsten Gründen, warum eine Hüpfburg vorzeitig unbrauchbar wird, wie wir auch in Wie lange hält eine Hüpfburg? beschreiben.

Tückisch ist, dass eine Burg von außen trocken wirken kann, während sie innen noch nass ist. Bei starkem Regen läuft das Wasser über die Nähte auch ins Innere, und dort trocknet es deutlich langsamer als auf der Oberfläche.

So trocknest du eine nasse Hüpfburg

  1. Einen trockenen, möglichst sonnigen Tag abwarten, aber nicht länger als eine Woche.
  2. Die Burg wie gewohnt aufbauen, mit Unterlegplane und angeschlossenem Gebläse. Die Unterlegplane selbst trocknet am besten separat, ausgebreitet oder aufgehängt.
  3. Mehrere Stunden laufen lassen. Durch den ständigen Luftstrom und die Sonne trocknet die Burg außen wie innen.
  4. Vor dem Abbau prüfen, ob Nähte, Ecken und Falten wirklich trocken sind. Fühlt sich noch etwas klamm an, lässt du die Burg lieber noch eine Weile weiterlaufen.
  5. Erst dann zusammenlegen und verpacken, wie in Hüpfburg abbauen beschrieben.

Wurde die Burg nicht durch Regen, sondern durch eine Reinigung nass, gilt dasselbe: Sie bleibt aufgeblasen stehen, bis sie vollständig trocken ist. Wie du sie richtig reinigst, steht in Hüpfburg reinigen.

Wenn keine Sonne in Sicht ist: der Heater

Schwierig wird es in der kälteren Jahreszeit. Ist auf absehbare Zeit kein trockenes, sonniges Wetter zu erwarten, bekommt man vor allem das Wasser im Inneren der Burg kaum noch heraus. Für diesen Fall gibt es den Huawei Heater Aufsatz für 185 Euro. Er wird an das Huawei-Gebläse mit 1,5 oder 2 PS angeschlossen und erwärmt die einströmende Luft, sodass das Innere der Burg deutlich besser trocknet. An das Gibbons-Gebläse passt der Aufsatz nicht.

Wichtig zu wissen: Der Heater ist ausschließlich zum Trocknen gedacht. Während er heizt, sinkt der Luftdruck in der Burg deutlich, sodass sie in dieser Zeit nicht benutzt werden kann. Zum Hüpfen an kühlen Tagen eignet er sich daher nicht.

Aus unserem Verleih

Andreas

gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih

„Jeder Vermieter kennt es und hasst es: Die Hüpfburg ist nass.“

Auch bei uns kommt es immer wieder vor, dass eine Burg nach einem verregneten Fest nass zurückkommt. Dann bauen wir sie beim nächsten schönen Wetter wieder auf und lassen sie ein paar Stunden laufen. Beim Heater erleben wir übrigens häufig ein Missverständnis: Viele Kunden dachten schon, er sei eine Art Fußbodenheizung, damit die Kinder im Warmen hüpfen können. Dafür ist er nicht gedacht, er hilft ausschließlich beim Trocknen.

Nass abbauen und transportieren

Manchmal muss eine Burg nass abgebaut werden, etwa wenn es am Ende eines Festes regnet. Eine nasse Burg ist spürbar schwerer und mühsamer zu handhaben als eine trockene, deshalb lohnt es sich, beim Transport besonders sorgfältig zu sein: die Burg im Transportsack tragen oder mit einer Sackkarre bewegen und beim Verladen anheben, statt sie über den Boden oder an Kanten entlangzuziehen. Zu Hause oder im Lager wird sie dann so bald wie möglich wieder aufgebaut. Wie du dich während eines Festes bei Regen am besten verhältst, damit es gar nicht erst so weit kommt, erklären wir in Hüpfburg bei Regen.

Trocknen vor dem Winterlager

Besonders wichtig ist eine vollständig trockene Burg vor der Winterpause, denn dann liegt sie über Monate eingerollt. Wir empfehlen, den Heater vor dem Einlagern einige Stunden laufen zu lassen, damit auch die letzte Restfeuchte aus dem Inneren verschwindet. Wie du die Burg anschließend richtig verpackst und wo sie am besten lagert, beschreiben wir in Hüpfburg über den Winter einlagern.

Kurz gefragt

Wie lange darf eine nasse Hüpfburg eingerollt bleiben?

So kurz wie möglich, spätestens nach einer Woche sollte sie wieder aufgebaut und vollständig getrocknet werden. Danach steigt die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, deutlich an.

Wie lange dauert das Trocknen?

An einem sonnigen Tag reichen in der Regel mehrere Stunden Laufzeit. Bei kühlem, feuchtem Wetter dauert es länger, vor allem im Inneren der Burg. Dann hilft der Heater.

Kann man mit dem Heater bei Kälte hüpfen?

Nein. Während des Heizens sinkt der Luftdruck in der Burg deutlich, sodass sie nicht genutzt werden kann. Der Heater dient ausschließlich zum Trocknen.

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