Mit etwas Übung steht eine kleine Hüpfburg in 10 bis 15 Minuten, eine größere in 15 bis 20 Minuten. Das eigentliche Aufblasen dauert dabei nur ein bis zwei Minuten, die meiste Zeit verbringst du mit dem Vorbereiten des Stellplatzes, dem Ausrollen und dem Verankern. Beim ersten Mal solltest du mehr Zeit einplanen, doch mit jedem Aufbau gehen die Handgriffe schneller von der Hand.
Wie lange dauert der Aufbau?
| Schritt | Dauer (geübt) |
|---|---|
| Aufblasen mit dem Gebläse | 1–2 Minuten |
| kompletter Aufbau, kleine Burg | 10–15 Minuten |
| kompletter Aufbau, größere Burg | 15–20 Minuten |
Wie schnell es geht, hängt vor allem vom Gewicht der Burg ab, das bei jedem unserer Modelle angegeben ist und je nach Größe zwischen etwa 80 und 220 Kilogramm liegt. Am einfachsten ist der Aufbau immer zu zweit. Im Notfall lassen sich Burgen bis 120 Kilogramm auch allein aufbauen, zu zweit geht es aber deutlich leichter. Der Aufbau ist übrigens immer deutlich schneller erledigt als der Abbau, denn beim Abbau muss die Luft erst vollständig aus der Burg heraus.
Bevor du anfängst: der richtige Stellplatz
Der Stellplatz entscheidet mehr über einen sicheren Aufbau als jeder spätere Handgriff. Er muss eben sein, laut DIN EN 14960 darf das Gefälle in keine Richtung mehr als 5 Prozent betragen. Außerdem muss er frei von allem sein, was eine Gefahr darstellen kann: Bäume, deren Äste in die Burg ragen, Zäune, Wände oder Oberleitungen in der Nähe sowie Steine, Äste und andere spitze Gegenstände auf dem Boden.
Rund um die Burg braucht es zudem einen freien Sicherheitsbereich, denn eine Hüpfburg bewegt sich im Betrieb, ihre Wände wackeln beim Hüpfen. Zu Seiten mit Wänden sind mindestens 1,8 Meter frei zu halten, zu offenen Seiten mindestens 3,5 Meter. Wie viel Fläche deine Burg insgesamt benötigt, steht bei jedem Modell im Produkttext im gelben Kasten „benötigter Platzbedarf“, der Sicherheitsabstand ist dort bereits eingerechnet.
Auch an den Strom solltest du vorab denken. Das Gebläse gehört an einen eigenen, abgesicherten Stromkreis, an dem nicht zusätzlich etwa ein Kühlschrank hängt, sonst fliegt leicht die Sicherung. Am besten verwendest du ein möglichst kurzes, für draußen geeignetes Kabel. Wenn du eine Kabeltrommel nutzt, roll sie vollständig ab.
Anleitung: Hüpfburg aufbauen in acht Schritten
1. Stellplatz vorbereiten. Räume den Platz frei von Steinen, Ästen und allem Spitzen und prüfe, ob rundherum genug Abstand bleibt.
2. Unterlegplane auslegen. Die Unterlegplane schützt die Bodenplane der Burg vor Schmutz und spitzen Gegenständen und gehört deshalb bei jedem Aufbau unter die Burg. Im Shop findest du Unterlegplanen in den Größen 4 × 5, 5 × 6 und 8 × 4 Meter ab 54,99 Euro.
3. Burg auspacken, ausrollen und ausrichten. Bring die verpackte Burg mit einer Sackkarre oder zu zweit an ihren Platz, statt sie über den Boden zu ziehen. Dann rollst du sie auf der Plane aus und richtest sie so aus, dass das Gebläse hinten Platz hat.
4. Gebläse anschließen. Stecke das Gebläse hinten an den Gebläseschlauch der Burg. Welches Gebläse zu deinem Modell passt, ist bei jeder Burg im Shop verlinkt; mehr dazu in Welches Gebläse brauche ich?
5. Luftauslässe schließen. Schließe die seitlichen Reißverschlüsse, über die später die Luft entweicht, sowie einen eventuell vorhandenen zweiten Gebläseschlauch.
6. Aufblasen. Schalte das Gebläse ein. Nach ein bis zwei Minuten ist die Burg vollständig mit Luft gefüllt. Während des Aufblasens dürfen sich keine Kinder auf oder in der Burg aufhalten.
7. Kontrollieren. Prüfe, ob die Burg an der richtigen Stelle steht, nichts im Weg ist und rundherum genug Platz bleibt. Jetzt lässt sie sich noch leicht ein Stück verschieben.
8. Verankern. Zum Schluss sicherst du die Burg an allen dafür vorgesehenen Ösen, auf einer Wiese mit Erdnägeln. Wie viele Verankerungspunkte deine Burg hat, in welchem Winkel die Nägel gesetzt werden und was auf Asphalt oder Pflaster gilt, erklären wir ausführlich in Hüpfburg befestigen.
Damit ist die Burg einsatzbereit. Steht sie auf hartem Untergrund, gehören zusätzlich Fallschutzmatten vor die offenen Seiten, wie in Hüpfburg drinnen aufstellen beschrieben.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Der Aufbau ist einer der schönsten Momente im ganzen Geschäft. Die Kinderaugen strahlen, wenn sie die Hüpfburg erwachen sehen.“
Für uns ist das Anliefern und Aufbauen bis heute einer der schönsten Teile des Verleihs, denn innerhalb weniger Minuten entsteht dabei etwas wirklich Großes. Wenn sich die Burg mit Luft füllt und die Kinder dabei zusehen, weiß man wieder, wofür man das alles macht: Man schenkt damit sehr viel Freude.
Während des Festes
Solange Kinder in der Burg hüpfen, muss ständig eine volljährige Aufsichtsperson dabei sein. Bei Wind ab Windstärke 5, also etwa 38 km/h, und bei Regen wird der Betrieb sofort eingestellt; was dann zu tun ist, liest du in Hüpfburg bei Wind und Hüpfburg bei Regen. Wird die Burg zwischendurch nicht genutzt, lässt du die Luft ab und schaltest das Gebläse aus. Alle weiteren Regeln für den Betrieb haben wir in Hüpfburg-Sicherheitsregeln zusammengefasst, sie stehen auch in unseren Sicherheits- und Warnhinweisen (PDF).
Kurz gefragt
Kann ich eine Hüpfburg allein aufbauen?
Im Notfall ja, bei Burgen bis 120 Kilogramm, sofern du sie tragen oder mit einer Sackkarre bewegen kannst. Am einfachsten ist der Aufbau aber immer zu zweit. Das Gewicht steht bei jeder Burg im Shop.
Wie lange dauert es, eine Hüpfburg aufzublasen?
Mit dem passenden Gebläse ein bis zwei Minuten. Dauert es deutlich länger, prüfe, ob alle seitlichen Reißverschlüsse und ein eventuell vorhandener zweiter Schlauch geschlossen sind.
Kann ich eine Hüpfburg auf Pflaster oder Asphalt aufbauen?
Nur im Ausnahmefall, denn dort halten keine Erdnägel und die Burg muss mit sehr viel Ballast gesichert werden. Was dabei gilt, steht in Hüpfburg befestigen.




















