Eine Hüpfburg ist ein Sport- und Spielgerät, und wie beim Toben auf dem Spielplatz kann es auch dort zu Verletzungen kommen. Die schweren Unfälle haben jedoch fast immer dieselben Ursachen: Es fehlt eine aufmerksame Aufsicht, Kinder klettern an Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben, oder große und kleine Kinder hüpfen gemeinsam. Mit einer ständig anwesenden, volljährigen Aufsichtsperson und einigen klaren Regeln lassen sich die meisten Risiken zuverlässig vermeiden.
Wo die Risiken tatsächlich liegen
Die schlimmsten Verletzungen entstehen nicht beim Hüpfen selbst, sondern wenn Kinder unbeaufsichtigt an Wänden oder Türmen hochklettern und aus der Burg fallen. Dabei kann es zu Knochenbrüchen oder Kopfverletzungen kommen, weshalb das Klettern und Hängen an den Wänden ausnahmslos verboten ist und auf hartem Untergrund Fallschutzmatten vor den offenen Seiten liegen müssen.
In der Burg selbst sind Zusammenstöße zwischen den Kindern das größte Risiko. Wie folgenreich ein solcher Zusammenprall ist, hängt stark vom Gewicht ab: Stoßen zwei kleine Kinder zusammen, geht das meist glimpflich aus, prallt dagegen ein deutlich größeres Kind auf ein kleines, steckt viel mehr Wucht dahinter. Deshalb sollten die Altersunterschiede der Kinder, die gleichzeitig hüpfen, möglichst gering sein.
Hinzu kommen äußere Einflüsse. Bei Regen wird die Hüpffläche extrem rutschig, und ein kräftiger Windstoß kann eine Burg auch dann erfassen, wenn sie korrekt verankert ist. Beides ist ein Grund, den Betrieb sofort einzustellen.
Die wichtigsten Hüpfburg-Regeln auf einen Blick
Die folgenden Regeln gehen auf die Vorgaben der DIN EN 14960 zurück. Wir haben sie in unsere Sicherheits- und Warnhinweise (PDF) übernommen, die zu jeder unserer Hüpfburgen gehören. Am besten erklärst du sie den Kindern, bevor das erste Kind hineindarf.
- Schuhe ausziehen und Brillen abnehmen.
- Harte, spitze und andere gefährliche Gegenstände ablegen, die am Körper getragen werden.
- Kein Essen, keine Getränke und kein Kaugummi in der Hüpfburg.
- Nicht an den Wänden klettern oder hängen.
- Keine Saltos, keine Purzelbäume und kein grobes Spiel.
- Den Ein- und Ausgang immer freihalten.
- Nur so viele Kinder gleichzeitig, wie in der Produktbeschreibung angegeben.
- Größere, ungestüme Kinder von kleineren getrennt hüpfen lassen.
- Beim Aufblasen und beim Luftablassen ist niemand in der Burg.
Die Aufsicht entscheidet
Die wichtigste Regel betrifft nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen: Eine Hüpfburg darf nur betrieben werden, wenn ständig eine Person ab 18 Jahren anwesend ist, die das Geschehen in der Burg aufmerksam verfolgt. Ein kurzer Blick vom Grill oder vom Kaffeetisch aus reicht dafür nicht. Die Aufsichtsperson sollte für die Kinder klar als solche zu erkennen sein und sich bei Bedarf mit einer Pfeife oder einem anderen Signal bemerkbar machen können.
Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Zahl der Kinder im Blick zu behalten und Große und Kleine zu trennen. Weißt du schon vorher, dass sehr unterschiedlich alte Kinder zum Fest kommen, ist es sinnvoll, zwei Hüpfburgen einzuplanen oder feste Zeiten für die Kleineren und die Größeren zu vereinbaren. Wird die Burg gerade nicht genutzt, etwa in der Mittagspause, wird die Luft abgelassen und das Gebläse vom Strom getrennt.
Alter und Körpergröße
Ob ein Kind schon so weit ist, entscheidet im Einzelfall der gesunde Menschenverstand: Fühlt es sich sicher und hat es Lust, spricht nichts dagegen. Die Obergrenze liegt bei 14 Jahren oder einer Körpergröße von 1,50 Metern, je nachdem, was zuerst erreicht ist. Erwachsene gehören nicht in eine Hüpfburg, die Nutzung durch sie ist nach DIN EN 14960 nicht vorgesehen. Mehr dazu in Ab welchem Alter ist eine Hüpfburg geeignet?
Sicher aufgestellt ist halb gewonnen
Viele Unfälle lassen sich schon beim Aufbau verhindern. Der Stellplatz sollte möglichst eben sein, die zulässige Neigung beträgt höchstens 5 Prozent in jede Richtung, und er muss frei von Steinen und spitzen Gegenständen sein. Eine Unterlegplane schützt die Bodenplane zusätzlich. Rund um die Burg bleibt ein Sicherheitsbereich frei, der zu Seiten mit Wänden mindestens 1,8 Meter und zu offenen Seiten mindestens 3,5 Meter beträgt, und auch zu Bäumen, Zäunen und Oberleitungen ist ausreichend Abstand nötig.
Auf hartem Untergrund wie Asphalt oder Hallenboden gehören vor jede offene Seite stoßdämpfende Fallschutzmatten mit einer Tiefe von mindestens 1,20 Metern, zum Beispiel unsere Fallschutzmatten 120 × 120 cm oder 240 × 120 cm. Außerdem muss die Burg an allen Verankerungspunkten gesichert werden, die im Leitfaden angegeben sind. Wie das auf Wiese und auf hartem Boden funktioniert, erklären wir in Hüpfburg befestigen. Welche Prüfungen und Normwerte hinter diesen Vorgaben stehen, findest du in Muss eine Hüpfburg TÜV-geprüft sein?
Ab Windstärke 5, also rund 38 km/h, darf die Burg nicht mehr betrieben werden. Ein guter Anhaltspunkt ist, wenn sich die Äste an den Bäumen deutlich biegen oder Böen angesagt sind. Dann holst du die Kinder sofort heraus, schaltest das Gebläse aus und lässt die Luft ab. Dasselbe gilt bei Regen und aufziehendem Unwetter. Ausführlich dazu: Hüpfburg bei Wind und Hüpfburg bei Regen.
Aus unserem Verleih
Andreas
gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih
„Die schlimmsten Verletzungen passieren, wenn nicht richtig aufgepasst wird und Kinder irgendwo hochklettern, wo sie nicht hin sollen.“
Für uns ist eine Hüpfburg ein tolles Instrument, um Kinder in Bewegung zu bringen, aber eben auch ein Sportgerät. In der Burg selbst sind Zusammenstöße in der Regel das größte Risiko, deshalb achten wir darauf, dass Große und Kleine nicht gemeinsam hüpfen. Wer schon vorher weiß, dass sehr unterschiedlich alte Kinder kommen, plant am besten gleich zwei Burgen ein, eine für die Kleinen und eine für die Größeren.
Kurz gefragt
Ist eine Hüpfburg gut für Kinder?
Ja. Eine Hüpfburg ist eine tolle Möglichkeit, Kinder in Bewegung zu bringen, und macht ihnen großen Spaß. Wie bei jedem Spiel- und Sportgerät gehören eine aufmerksame Aufsicht und klare Regeln dazu.
Wie viele Kinder dürfen gleichzeitig in die Hüpfburg?
Das hängt von der Größe der Burg ab. Die maximale Zahl steht bei jeder unserer Hüpfburgen in den technischen Angaben der Produktbeschreibung und darf nicht überschritten werden. Bei sehr unterschiedlich alten Kindern ist es sinnvoll, weniger Kinder gleichzeitig hineinzulassen.
Darf man mit Brille in die Hüpfburg?
Nein. Kinder müssen vor dem Hüpfen ihre Schuhe ausziehen und Brillen abnehmen. Auch harte oder spitze Gegenstände, die am Körper getragen werden, werden vorher abgelegt.




















