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Hüpfburg mieten oder kaufen?

Sobald du eine Hüpfburg mindestens zweimal im Jahr brauchst, lohnt sich in der Regel der Kauf. Eine Einsteiger-Burg mit Zubehör kostet rund 1.600 Euro, ist nach zwei bis drei Jahren aber noch rund 800 Euro wert, und dieser Wertverlust entspricht ungefähr fünf bis sieben Miettagen mit Selbstabholung. Wer nur einmal im Jahr feiert, fährt mit der Miete meist günstiger.

Was eine Hüpfburg zur Miete kostet

Die meisten Verleiher orientieren sich an einer Faustregel: Pro Miettag verlangen sie rund zehn Prozent des Neupreises von Burg und Zubehör. Für eine Einsteiger-Burg sind das etwa 120 bis 160 Euro, wenn du die Burg selbst abholst und wieder zurückbringst. Größere Modelle kosten entsprechend mehr, meist 200 bis 300 Euro, Hindernisparcours und Actionparks 400 bis 500 Euro pro Tag.

Soll der Verleiher liefern, aufbauen und wieder abbauen, kommt ein Aufpreis hinzu, der sich nach Entfernung und Größe der Burg richtet und regional sehr unterschiedlich ausfällt. Frag diesen Preis am besten gleich mit an, denn er kann den Miettag spürbar verteuern.

Die Rechnung: ab wann sich der Kauf lohnt

Was eine eigene Hüpfburg samt Gebläse, Unterlegplane und Erdnägeln kostet, haben wir in Was kostet eine Hüpfburg? im Detail aufgeschlüsselt. Für den Vergleich mit der Miete genügen zwei Zahlen: Ein Einstiegsmodell mit Starterset kostet rund 1.600 Euro, und weil gebrauchte Hüpfburgen sehr gefragt sind, lässt es sich nach zwei bis drei Jahren in gepflegtem Zustand noch für rund 800 Euro verkaufen. Unterm Strich bezahlst du also etwa 800 Euro zuzüglich Strom.

zwei Feste im Jahr, über drei Jahre Kosten ca.
Miete mit Selbstabholung (6 × 120 bis 160 €) 720 bis 960 €
eigene Burg (1.600 € Kauf, 800 € Wiederverkauf, Strom ca. 5 € pro Fest) 830 €

Die Grenze liegt damit bei etwa fünf bis sieben Festen mit Selbstabholung, mit Lieferservice entsprechend früher. Wer zwei Feste im Jahr feiert, liegt nach drei bis vier Jahren vorn und kann die Burg danach entweder weiter nutzen oder verkaufen. Voraussetzung für den guten Wiederverkaufswert ist, dass die Burg pfleglich behandelt wird. Worauf es dabei ankommt, liest du in Wie lange hält eine Hüpfburg?

Der größte Vorteil ist nicht das Geld

So eindeutig die Rechnung ist, für die meisten Käufer zählt am Ende etwas anderes. Eine gemietete Hüpfburg muss abgeholt und wieder zurückgebracht werden, meist zu festen Uhrzeiten, und gerade am Tag nach dem Fest ist das oft lästig. Mit einer eigenen Burg entfällt dieser Aufwand vollständig: Du baust auf, wann es dir passt, und baust ab, wenn das Fest vorbei ist.

Hinzu kommt eine Erfahrung, die fast alle Käufer machen. Wer eine Hüpfburg für zwei oder drei Feste im Jahr anschafft, stellt sie bald bei jedem Gartenfest auf und leiht sie Nachbarn oder Bekannten, wenn dort gefeiert wird. Die tatsächliche Zahl der Einsätze liegt deshalb meist deutlich über der ursprünglichen Planung, und die Rechnung fällt noch günstiger aus.

Aus unserem Verleih

Andreas

gründete 2014 seinen Hüpfburgverleih

„Das größte Geschenk an der eigenen Hüpfburg ist, dass man nicht mehr auf Abholung und Rückgabe angewiesen ist.“

Viele unserer Kunden haben jahrelang gemietet, bevor sie sich ihre erste eigene Burg gekauft haben. Kaum stand sie im Garten, kamen die ersten Fragen aus dem Bekanntenkreis, ob man sie nicht mieten könne. Aus genau solchen Anfängen sind viele Verleihe entstanden, die wir über die Jahre begleiten durften. Auch unser eigener Verleih hat mit einer einzigen Hüpfburg begonnen, angeschafft noch während des Studiums.

Wann Mieten die bessere Wahl ist

Ein Kauf passt nicht in jede Situation. In folgenden Fällen ist die Miete meist sinnvoller:

  • Du brauchst die Burg nur einmal im Jahr oder seltener. Dann bleibt die Miete auch über mehrere Jahre günstiger.
  • Dir fehlt ein trockener Lagerplatz. Zusammengelegt braucht eine Hüpfburg zwar nur wenige Quadratmeter, etwa in der Garage oder einer Scheune, sie muss dort aber zuverlässig trocken liegen. Ein Keller ist eher ungünstig, sofern er nicht ebenerdig zugänglich ist. Mehr dazu in Hüpfburg über den Winter einlagern.
  • Du hast kein passendes Fahrzeug. Burgen bis etwa 100 bis 120 Kilogramm passen gut zusammengelegt in einen Kombi, größere Modelle brauchen einen Anhänger. Wer nur im eigenen Garten aufbaut, braucht das Fahrzeug allerdings nicht.
  • Es geht um ein einzelnes großes Fest. Für ein Firmen- oder Vereinsfest mit sehr vielen Kindern ist eine große Burg zur Miete mit Lieferservice oft die einfachere Lösung.

Mit einer eigenen Hüpfburg liegen außerdem Aufbau, Aufsicht und Pflege bei dir. Wird sie bei einem Fest nass, muss sie spätestens nach einer Woche wieder aufgebaut und vollständig getrocknet werden. Wie das am besten gelingt, erklären wir in Hüpfburg trocknen.

Vom eigenen Fest zum eigenen Verleih

Wer feststellt, dass die eigene Burg im Umfeld sehr gefragt ist, kann daraus Schritt für Schritt einen kleinen Verleih machen. Wichtig ist dabei, dass die Burg für die gewerbliche Vermietung gebaut und zertifiziert ist; günstige Modelle für den Heimgebrauch sind dafür nicht zugelassen. Woran du eine geeignete Burg erkennst, liest du in Hüpfburg kaufen: worauf achten?, wie sich ein Verleih rechnet, in Mit Hüpfburgen Geld verdienen.

Kurz gefragt

Was kostet es, eine Hüpfburg zu mieten?

Als Faustregel rund zehn Prozent des Neupreises pro Tag, bei Einsteiger-Burgen also etwa 120 bis 160 Euro mit Selbstabholung. Lieferung, Auf- und Abbau kosten extra und sind regional sehr unterschiedlich.

Lohnt sich eine eigene Hüpfburg für einen einzigen Kindergeburtstag?

In der Regel nicht. Für ein einzelnes Fest ist die Miete günstiger. Sobald absehbar ist, dass die Burg zwei- oder mehrmals im Jahr zum Einsatz kommt, rechnet sich der Kauf.

Darf ich meine Hüpfburg an Freunde verleihen?

Viele Besitzer verleihen ihre Burg im Bekanntenkreis. Wer sie dagegen regelmäßig gegen Geld vermietet, betreibt in der Regel ein Gewerbe und sollte Versicherung und Anmeldung klären, siehe Welche Versicherung braucht ein Hüpfburgverleih? Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

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